Mittwoch, 5. April 2017

Tag 134. Sich ein gutes Gewissen erhalten



Mein Äußerstes für sein Höchstes

Tag 134 behandelt im Buch die Andacht zum 13. Mai

Thema: Sich ein gutes Gewissen erhalten

"Darin übe ich mich, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen" 
Apg 24, 16

Mein Kommentar:


Der innere Konflikt
"Wenn Gott uns etwas befiehlt, dann gibt er den Befehl in Wirklichkeit an das Wesen seines Sohnes in uns. Darum sind seine Forderungen schwierig für unser menschliches Wesen, in dem Gottes Sohn gestaltet wird (s. Gal 4, 19). Aber sobald wir gehorchen, macht er sie leicht."
(Auszug aus dem Andachtsbuch von Oswald Chambers)

Das Wesen des Messias in uns, sehnt sich fortwährend nach Wahrheit, Gehorsam, Liebe und guten Werken; und dieses Wesen weiss, wenn es einen direkten Befehl erhält, dass nun dies oder jenes getan werden muss, mit allen nötigen Konsequenzen! Dieses Wesen ist immer bereit auf's Ganze zu gehen. Nur unsere menschliche, gefallene Natur möchte das nicht immer sofort zulassen. Sie bringt dann Zweifel und Gegenargumente hervor, wie in etwa: "Tu das lieber nicht, das werden die anderen Menschen um dich herum nicht verstehen-, sie werden dich auslachen, ausschließen, wenn nicht sogar dich hassen. Man wird dich zuerst komisch anschauen, und welche Unannehmlichkeiten sollen darauf noch alles folgen?" Achtung: das ist die Stimme, die dich auf den breiten Weg, das heißt, den Weg des geringsten Widerstandes, locken möchte!

Vorsicht! Bitte Abstand halten!
(Eine Lektion über sogenannte "Geschwister")
Vielleicht einer der am meißt ignoriertesten Verse des NT in der Gemeinde Gottes:

"Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Yeshua des Messias (Jesus Christus), daß ihr euch zurückziehet von jedem Bruder, der unordentlich wandelt, und nicht nach der Überlieferung, die er von uns empfangen hat." (2. Thess 3:6)


"Die Liebe ... freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit" (1. Kor 13:6) 
Wie sollen wir uns also an Geschwistern erfreuen, die uns umgeben, aber nicht nach den Prinzipien der Wahrheit leben, sondern nach ihrem eigenen Verstand und weltlichen Ansichten? So stehen wir dann immer in der Gefahr, von ihnen negativ beeinflusst zu werden und die Liebe in uns, vor allem zu diesen Geschwistern, kann dadurch ernsthaften Schaden erleiden!

Unsere Liebe zu den Geschwistern,
von denen wir sehen, dass sie in Unordnung vor Gott wandeln, äußert sich darin, dass wir ihnen die Wahrheit aufzeigen, auch wenn es weh tut. Aber wie es in den Sprüchen 27:6 heißt: "Treugemeint sind die wunden eines Freundes, aber die Küsse eines Feindes sind betrügerisch". Darum, um auch unsere Liebe unverletzt und rein zu halten und zu bewahren, müssen wir uns auch von eigensinnigen, unbelehrbaren Geschwistern zurückziehen, die nicht danach streben, dem Wort Gottes aktiv nachzufolgen-, und die eine uneinsichtige, unbußfertige Haltung annehmen, nachdem wir ihnen in Geduld und Sanftmut und Frieden entgegen kamen, wie wir in Epheser 4:2-3 dazu angeregt werden! Und vergesst dabei nicht Lukas 17:3 "Seht euch also vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er Reue zeigt, vergib ihm."
Ob die Geschwister, deren Wege wir kreuzen, sich für den Weg der Wahrheit oder den Weg der "mordernen Christen" in Unwissenheit und Selbstzufriedenheit entscheiden, liegt nicht in unserer Hand-, wir müssen nur das Ergebnis akzeptieren und konsequent Gott treu bleiben und darauf achtgeben, dass wir nicht lauwarm werden, was für den Herrn ein abscheuliches Gräuel ist! (Offb 3:14-16)

Falschen Umgang meiden
"Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist, oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen selbst nicht zu essen. Denn was habe ich auch zu richten, die draußen sind? Ihr, richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott; tut den Bösen von euch selbst hinaus." (1. Kor 5:11-13) 
Ich denke, dass die meißten Kirchengemeinden deshalb so verschroben sind, da sie solche, die sich selbst Geschwister nennen, es aber in Wahrheit gar nicht sind, nicht meiden!

Der Maßstab und das Gewissen
Oswald Chambers erklärte es so: "Das Gewissen ist meine Fähgkeit, sich am strengsten Maßstab zu orientieren, den ich kenne, und mich daran zu erinnern, was dieser Maßstab von mir fordert. Es ist das Auge der Seele, das sich entweder auf Gott richtet oder auf das, was wir als das Beste ansehen. Das erklärt, warum das Gewissen bei verschiedenen Menschen verschieden ist. Wenn ich mir normalerweise immer Gottes Maßstab vor Augen halte, richtet sich mein Gewissen immer nach Gottes vollkommenen Gesetz und zeigt mir, was ich tun soll. Die Frage ist: Will ich gehorchen?"

"... richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst die Art und Weise, wie ihr denkt, von Gott erneuern und euch dadurch umgestalten, sodass ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist - ob es gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt." (Röm 12:2 NeÜ)

Gott redet, aber hörst du Ihm überhaupt zu?
Vielleicht ist es so, dass umso mehr Chaos in deinem Leben herrscht, du die Stimme Gottes am wenigsten wahrnehmen kannst. Um sich über etwas klar zu werden, muss man jegliche Ablenkung von sich weisen! Es liegt jedoch nicht daran, das Gott dir nichts mehr zu sagen hätte. Redest du zu jemanden, dessen Aufmerksamkeit du nicht hast? Selbst die Menschen aus der Welt reden kaum über ernstliche Angelegenheiten, wenn sie sehen, dass der Gesprächspartner das Handy am einen Ohr hat und mit der anderen Hand etwas in den Computer tippt und dabei wild gestikuliert!  
Auch Yeshua zog sich zum Gespräch mit seinem Vater an abgelegene, ruhige Orte zurück. 

"Gott gibt uns immer genaue Anweisungen. Bin ich so hellhörig, dass ich selbst das leiseste Flüstern des Geistes wahrnehme und weiß, was ich tun soll? "Und betrübt nicht den heiligen Geist Gottes ..." (Eph 4, 30) Er spricht nicht immer mit Donnerstimme; er spricht oft so leise, dass man ihn leicht ignorieren kann. Und das Einzige, was mein Gewissen für ihn wach hält, ist die Gewohnheit, innerlich für Gott offen zu bleiben. Wenn du anfängst zu argumentieren, höre sofort auf. Frage nicht: "Warum darf ich das nicht?" Das ist der falsche Weg. Wenn dein Gewissen spricht, gibt es kein Argumentieren. Was es auch ist - gib es auf und achte darauf, dass du innerlich einen klaren Blick behältst." (Auszug von Oswald Chambers' Andacht)


Shalom wünsche ich Euch 
und innere Offenheit für YHWH's Führung durch Seinen heiligen Geist!

Dienstag, 4. April 2017

Tag 133. Keine Gewohnheiten haben



Mein Äußerstes für sein Höchstes

Tag 133 behandelt im Buch die Andacht zum 12. Mai

Thema: Keine Gewohnheiten haben

"Denn wo solches reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen" 
2. Petr 1, 8

Mein Kommentar:

"Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe erbaut." (1. Kor 8:1)
Wie ich das in Zusammenhang mit Gewohnheiten bringe? Oswald Chambers führte es mir durch sein Andachtsbuch heute früh wieder vor Augen, und zwar sagte er folgendes: "Es gibt Zeiten, da ist uns bewusst, dass wir ein gutes Verhalten ausbilden, das Christus entspricht, aber dieser Zustand sollte schnell vorübergehen, wenn unser Glaube sich weiterentwickelt. Wenn wir in diesem Stadium stecken bleiben, werden wir geistlich hochmütig." Am besten wäre es, geistliche Gewohnheiten gar nicht mehr bewusst wahrzunehmen, sodass sie einfach ein spontaner Ausdruck unseres Lebens sind-, wir sollten uns niemals wegen irgendetwas rühmen, außer dem, was Yeshua für uns getan hat und tut! (Gal 6:14) Wenn Gott unser Vater uns immer näher zu sich zieht, geschieht es allein aus Seiner unverdienten Güte - wir stehen unter Seiner Gunst!

"Eine fromme Gewohnheit kann zu deinem Gott werden"
"... auch die Gewohnheit, zu bestimmten Tageszeiten zu beten oder die Bibel zu lesen. Achte einmal darauf, wie dein Vater im Himmel deinen Zeitplan durcheinander wirft, wenn du anfängst deine Gewohnheit anzubeten und nicht das Ziel, zu dem sie führen soll. Manchmal sagen wir: "... jetzt ist meine Zeit der Stille mit Gott." Dann ist es in Wirklichkeit deine Zeit der Stille mit deiner Gewohnheit und dir fehlt noch etwas vom Wesen Christi. Stelle fest, worin der Mangel liegt, und übe diese Eigenschaft ein, die dir noch fehlt." (Auszug aus der thematisierten Andacht von Oswald Chambers)

Dazu kann ich aus meinem Alltag berichten:
Als ich die tiefe Sehnsucht verspürte dem Gebet in meinem täglichen Leben mehr Raum zu geben, laß ich in der Bibel, dass Daniel feste Gebetszeiten hatte (und sogar eine Gebetsrichtung nach Jerusalem). Davon inspiriert und durch eine "Challenge" von Pastor Jim Staley, nahm ich mir vor, erst 30min und inzwischen 2x 30min täglich vor unserem Schöpfer zu knien und mich im Gebet an Ihn zu wenden! Das half mir ungemein und erneuerte mein Verhältnis und mein Vertrauen zu Ihm. Keine unausgesprochenen Dinge nagten mehr an meinem Herzen; im Gegenteil: wenn das Gebet morgens das erste ist, was man vor allem anderen tut, geht man mit einem ganz anderen Gefühl und einer anderen Wahrnehmung in den Tag ... und es tat mir gut zu wissen, besonders in emotional-aufwühlenden Tagen-, am Abend wiederum ins Gebet zu gehen und alles abzugeben! Es hatte also nur Vorteile, bis eines Tages... ich leider an mir feststellen musste, das ich die Zeiten sehr genau nahm und nicht mehr so intuitiv dazwischen betete wie es mir sonst in den Sinn käme. Am meißten fiel es mir an einem Shabbat auf: ich hatte ohne den Wecker zu stellen ausgeschlafen und wurde durch das Sonnenlicht wach, das durchs Fenster fiel und einen schönen Tag ankündigte. Ich dachte, was mache ich nun? Eine halbe stunde im kleinen Zimmerchen beten, oder mir den Hund schnappen, der sehnlichst wartete draußen herum zu toben und im Freien zu beten? So eine absurde Frage... Denn gerade an den Shabbatoth liebe ich es mir die Wunder der Schöpfung in der Natur genauer zu betrachten und zu genießen und in Ehrfurcht vor YHWH zu staunen und dort zu verweilen. Also durchbrach ich mein Muster der Gewohnheit und befreite mich selbst davon, um nicht starr gefangen zu sein, sondern, wie der Glaube nunmal ist: intuitiv zu bleiben. Ich spazierte daraufhin durch Wald und Wiesen und betete und sang und mein Herz tanzte vor dem Schöpfer aller Dinge! Ich spürte deutlich, dass Er mir das nicht übel nahm, sondern viel mehr mich nach draußen zog, um mir das nicht vorzuenthalten. So, wie die Liebe eben ganz spontan sich zeigt und sich nicht in ein vorhersehbares Muster pressen lässt. Wie Yeshua sagte: wer von uns würde nicht auch sein Schäfchen aus einem Brunnen retten, am Shabbat, wo doch alle Arbeit verboten ist?

"Das einzige wirklich geistliche Leben hat Yeshua der Messias geführt und er war bei Gott zu Hause, ganz gleich, wo er sich aufhielt. Gibt es einen Ort, an dem du Gott nicht in selbstverständlicher Vertrautheit begegnen kannst? Dann lass es zu, dass Gott in diese bestimmte Situation hereinkommt, wie sie auch sei, bis du mehr von seinem Wesen aufnimmst und die fehlenden Eigenschaften entwickelst. Dann wird dein Leben einfach wie das eines Kindes."
(Zitat: Oswald Chambers)


Fazit: Gewohnheiten, Übungen und jede Menge Disziplin können uns auch im Glaubensleben dabei helfen, das wir nicht träge werden-, aber nur: wenn wir das Ziel dabei nicht aus den Augen lassen und uns auf unser Verhalten nicht etwas einbilden! Wir müssen intuitiv und spontan bleiben und jederzeit mit Gottes Eingreifen (auch durch uns) rechnen! 

Wir sollen nicht etwas nur machen, weil wir es so gewohnt sind, sondern weil wir es so wollen!


Herzliches Shalom
 

Montag, 3. April 2017

Tag 132. Liebt einander



Mein Äußerstes für sein Höchstes

Tag 132 behandelt im Buch die Andacht zum 11. Mai

Thema: Liebt einander

"... erweist ... in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen" 2. Petr 1,5.7

Mein Kommentar:



Die Liebe zu allen Menschen
Es ist das grösste Thema. Anhand der Liebe zeigt sich, wer wir sind, was die Motivation unseres Handelns ist und wohin wir kommen werden! Wir sind aus Liebe geschaffen und zur Liebe geschaffen. Das wirklich zu begreifen muss lebensverändernd sein!

In der Liebe Yeshua's wandeln
Im 1. Joh 2, 1-2 lesen wir die Worte des Apostels:"... wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Yeshua Maschiach (Jesus Christus), den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsre Sünden, aber nicht nur für die unsren, sondern auch für die der ganzen Welt."
Diese Erkenntnis bringt Verantwortung mit sich. Wir, die wir bereits den Glauben angenommen haben und unser Leben bewusst in die Hände Gottes legen, dürfen uns nicht über andere erheben, weil sie diese Gnade noch nicht erkannt haben! Sogar als Yeshua an den Pfahl geschlugen wurde und zum Fluch wurde, wegen der Sündhaftigkeit der ganzen Welt, um so die Tür zu Gott für alle Menschen zu öffnen, sagte er noch über seine Peiniger: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun"! Dieses barmherzige Verhalten sehe und höre ich leider allzu selten, von denen, sie sich selbst Glaubensgeschwister nennen. Wer jede Schuld noch anrechnen und zurückgezahlt haben möchte-, ist dessen Liebe zu Gott echt? Ist das die Art Yeshua in echter, vergebender Liebe nachzufolgen? 

Macht die Liebe einen Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen?
In Mat 5,38-48 leitet uns Yeshua an, ganz konkret zu handeln: "Ihr wisst, dass es heißt: 'Auge um Auge, Zahn um Zahn.' Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses antut! Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dem lass auch den Umhang. Und wenn dich jemand zwingt, eine Meile mitzugehen, mit dem geh zwei. Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der etwas von dir borgen will. Ihr wisst, dass es heißt: 'Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen!' Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne über Bösen und Guten aufgehen und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr dafür wohl verdient? Denn das machen auch die Zöllner. Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr damit Besonderes? Das tun auch die, die Gott nicht kennen. Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist."

Die Herausforderung
In diesen aussagekräftigen Versen, die unser menschliches Denken völlig auf den Kopf stellen, werden die Gottesliebe, Bruderliebe, Nächstenliebe und die Feindesliebe beschrieben! Wer nur diejenigen liebt, von denen er selbst geliebt wird (Lebenspartner, Glaubensgeschwister, Familie, Freunde ect. ...), der tut dadurch nichts anderes als die Ungläubigen! Das ist keine besondere Leistung und keine wirkliche Herausforderung; so, wie jemandem zu leihen, wo man sicher weiss, dass man es zurück bekommen wird! Herausfordernd wird es erst, denen Gutes zu erweisen, wo wir keinen Dank erwarten können, die vielleicht hinter unserem Rücken lachen werden, oder, wie Yeshua sagt, sogar uns verfolgen und uns das Leben nehmen wollen, da sie ja "nicht wissen, was sie tun"!
Wir sollen so vollkommen sein, wie unser Vater im Himmel, der nicht nur über Gerechten die Sonne scheinen und es über Ungerechte regnen lässt-, sondern über beide gleich! Er hatte (und hat!) so viel Geduld mit uns, als wir noch zu den Ungläubigen gehörten, allein daraus muss bei uns Geduld mit allen anderen erwachsen! (Lies dazu ein Gleichnis Yeshua's zur Bruderliebe in Mat 18, 21-35)

"Der heilige Geist macht mir klar, dass Gott mich nicht geliebt hat, weil ich liebenswert bin, sondern weil es Sein Wesen ist zu lieben. Jetzt befiehlt Er mir, anderen ebensolche Liebe zu erweisen. ... Damit sagt Er: "Ich werde dich mit mehreren Leuten zusammenbringen, die du nicht achten kannst, aber du musst ihnen meine Liebe erweisen, so wie ich sie dir erwiesen habe." Das ist keine herablassende Leutseligkeit gegen Menschen, die sie nicht wert sind, sondern Seine Liebe, und die wird nicht über Nacht in uns erkennbar." (Zitat: Oswald Chambers)



Falschverstandene Liebe
"Liebe, die offen zurechtweist, ist besser als Liebe, die sich ängstlich zurückhält." (Spr 27,5 HFA)
Dieses zurechtweisen wird fälschlicher Weise oft als richten verstanden; meisst von denen, die sich nicht zurechtweisen lassen wollen, sondern ihr sündiges Verhalten zu rechtfertigen suchen. Wenn man es gut meint und zeigen möchte, das der Bruder oder die Schwester einem ja nicht egal ist und man sie auf ein Fehlverhalten hinweisen möchte, und man dann zu hören bekommt: "Du richtest mich, das sollst du aber garnicht", das kann einen da schon mal verschrecken-, sollte es aber nicht! Die Echtheit des Glaubens, den jemand vorgibt zu haben, wird dadurch nur geprüft-, und wir brauchen uns nicht einschüchtern zu lassen ... wenn wir etwas entdecken, was gegen die Schrift ist, dann müssen wir es unter allen Umständen auch ansprechen!

"Ich überführe und züchtige, so viele ich liebe. Sei nun eifrig und tue Buße!" (Offb 3.19)
"... ertragt einander in Liebe" (Eph 4.2)
"... und laßt uns aufeinander achthaben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken" (Hebr 10.24)

Aufrichtige Liebe
"... ziehet die Liebe an, welche das Band der Vollkommenheit ist." (Kol 3.14)
Die Liebe die Gott zu uns hat und die Er auch bei uns sehen möchte, soll ehrlich sein, wie es in 1. Tim 1.5 heisst: "Das Endziel des Gebotes aber ist: Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben". Über die echte Liebe, die so viel mehr ist, als dass, was man hierzulande in dieser Gesellschaft versteht, lernt man in der Bibel unheimlich viel. Umso mehr man die Tiefen dieser Liebe auslotet, desto erstaunlicher erscheint sie! Sie ist über alles andere zu setzen und so erstrebenswert, denn ohne sie ist es unmöglich Yeshua nachzufolgen und Gott zu gefallen!

"Alles bei euch geschehe in Liebe." ( 1. Kor 16.14) "Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt." (Joh 13.35) "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Summe des Gesetzes." (Röm 13.10)

"Vielleicht ärgert mich, dass ich mit einem unleidlich schwierigen Menschen leben muss. Aber wie unleidlich bin ich zu Gott gewesen! Bin ich bereit, so sehr mit Yeshua, dem Herrn, eins zu werden, dass sein sanftes und liebevolles Wesen ständig durch mich weitergeht? Wie die natürliche Liebe muss auch Gottes Liebe in mir gepflegt werden, sonst bleibt und wächst sie nicht. Liebe ist spontan, aber sie muss durch Disziplin erhalten werden." (Zitat: O. Chambers)


Die Liebe deckt sogar Sünden zu
"Vor allen Dingen aber habt untereinander eine inbrünstige Liebe, denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden." (1. Petr 4.8)
 

Es ist also ausschlaggebend, "... daß der Messias durch den Glauben in euren Herzen wohne, indem ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid" (Eph 3, 17)
"Wer da sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in diesem ist die Wahrheit nicht. Wer aber irgend sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran wissen wir, daß wir in ihm sind." (1.Joh 2,4-5)
"... wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm." (1. Joh 4.16)



Shalom und YHWH's Liebe forme euer Wesen täglich mehr zum "Haupte des Messias hin"!

Sonntag, 2. April 2017

Tag 131. Fang an!



Mein Äußerstes für sein Höchstes

Tag 131 behandelt im Buch die Andacht zum 10. Mai

Thema: Fang an!

"… und erweist in eurem Glauben Tugend …“ 2. Petr 1, 5

Mein Kommentar:

"... verwirklicht eure Rettung ..."



„Erweisen“ bedeutet, das wir etwas tun müssen, erhmahnte Oswald Chambers in seinen Glaubensgesprächen, aus denen das Andachtsbuch ‚Mein Äusserstes für sein Höchstes‘ hervor ging. Er sagte, „Gott zwingt uns nicht, so zu leben, wie es ihm gefällt … wir müssen an uns selbst arbeiten“. In dem Brief an die Gemeinde in Philippi schrieb Sha’ul (Paulus) folgendes, als eine Ermahnung zu einem heiligen Wandel: "... verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes …“ (Phil 2, 12-15)

Einerseits wird darin geschildert, dass Gott alles nach Seinem Willen wirkt; ganz besonders in uns, durch Seinen heiligen Geist-, aber wir sollen selbstständig an dieser Gnade festhalten und danach streben, Seinen Willen auf der Erde zu tun, so wie wir ‚dem Frieden nachjagen‘ sollen!

 Brich die Brücken hinter dir ab


"Erweisen bedeutet, dass wir uns etwas angewöhnen müssen, und das ist am Anfang schwierig. Wir müssen die Initiative ergreifen, selbst anfangen ... Gib nicht der Neigung nach, nach dem Weg zu fragen, wenn du ihn genau kennst. Fang an - zögere nicht mehr - geh den ersten Schritt. Setze Gottes Hinweise sofort in die Tat um, wenn Er spricht, und bleibe bei deinen ersten Entscheidungen, ohne sie anzuzweifeln. Wenn Gott dir etwas aufträgt und du zögerst, ist das ein leichtsinniges Spiel mit der Freundlichkeit, die Gott dir entgegenbringt. Fang selbst an, triff gleich jetzt eine Willensentscheidung und mache dir die Rückkehr unmöglich. Brich die Brücken hinter dir ab, sage dir: "Ich will diesen Brief schrieben", "Ich will diese Schulden bezahlen", und dann tu es! Es darf nicht rückgängig zu machen sein." (Auszug aus der thematisierten Andacht von O. Chambers) 

Nichts aufschieben, weil man nicht weiss, wieviele Chancen man noch bekommt; nicht bereuhen zu müssen, dass man etwas hätte tun können und sich -warum auch immer- geweigert hat ...! Wie oft machen Menschen diese schmerzhafte Erfahrung, dass ein geliebter Mensch unvorhersehbar aus dem Leben scheidet, und die Angehörigen darunter leiden, weil sie doch noch so Vieles demjenigen hätten sagen und tun wollen, selbst sich nicht "verabschieden" zu können, bricht vielen das Herz! 


"Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden." (Ps 90, 12)

Wieviel Zeit haben wir bereits vergeudet, als wir noch das Leben lebten, dass gar kein Leben war; als wir nach Dingen und Vergnügungen strebten, die alle sinnlos und abscheulich in Gottes Augen waren. Darum, was kann uns nun Schlimmeres passieren, als das wir uns auf Seiner Gnade ausruhen?


Wir müssen da anfangen, wo wir sind


"Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr, mit den Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe. Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe. Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung! Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit. Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus." (Eph 4, 28-32) 

Das ist ein sehr gutes Beispiel von Sha'ul, wie wir unser Verhalten ändern können, durch Gottes Geist der Erkenntnis und Kraft! Da müssen wir ganz ehrlich vor Gott und zu uns selbst sein und lernen uns zu reflektieren. "Wir müssen da anfangen, wo wir sind, nicht wo wir noch nicht sind", sagte Chambers, und genau da treten einige von uns noch auf der Stelle. Wenn anfangen, dann wo, und wie? Womit? Tägliches Gebet und das Studieren des Lebens Yeshua's und vor allem sein Umgang mit den Menschen und was er an den Menschen kritisierte, helfen dabei ungemein!

 

Shalom und YHWH's Führung in der Erneuerung des Herzens, des Geistes und des Verhaltens, damit wir Gott lieben können von ganzem Herzen, ganzer Seele und mit ganzer Kraft, und unseren Nächsten wie uns selbst-, woran, wie Yeshua sinngemäß sagte, "die ganze Torah hängt und alles, was die Propheten forderten". 

Amen.