Samstag, 13. Mai 2017

Tag 160. Was als Nächstes tun?

Mein Äußerstes für sein Höchstes


Tag 160 behandelt im Buch die Andacht zum 8. Juni

Thema: Was als Nächstes tun?

"
Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut!" (Joh 13,17)

Mein Kommentar:


 Im sicheren Hafen ausharren - oder doch ins unbekannte offene Meer hinaus?

"Wenn du nicht selbst das Tau durchschneidest, das dich am Dock festhält, muss Gott ein Unwetter losbrechen lassen, um es zu zerreißen und dich auf See zu schicken. Lass alles, was dein Leben ausmacht, frei schwimmen, nur von Gott getragen, und begib dich auf die Reise auf der großen Flut, die Gottes Plan ist, dann werden dir die Augen geöffnet. Wenn du an Yeshua glaubst, sollst du nicht dein ganzes Leben im ruhigen Wasser des Hafens verbringen, zwar voll Freude, aber immer am Dock festgebunden. Du musst aus dem Hafen und ins tiefe Wasser kommen, dahin, wo Gott sein Wesen zeigt, und die Dinge selbst kennen lernen - geistliches Urteilsvermögen entwickeln."
(Auszug aus der thematisierten Andacht von Oswald Chambers)

Was hält dich noch am Dock festgebunden? Was gibt es in deinem Leben, das deine Füße vom Gehorsam Gottes, von Seinem Ruf zurückhält? Kleingläubigkeit / Unvertrauen, Kraftlosigkeit, fleischliche Begierden, Süchte, oder etwas, oder vielleicht auch jemand, an dem dein Herz sehr hängt, aber dir nicht gut tut und dich nicht weitergehen lässt auf dem schmalen Weg, sondern dich auf den breiten Weg zu ziehen versucht-, oder es bereits geschafft hat ...?! Was hält dich noch gebunden?

Wir beten im Vater Unser "... erlöse uns von allem Übel" oder dem Bösen, ... aber wir müssen auch bereit sein, es loszulassen. Wenn dir jedoch kein Grund enfällt, auf dies oder jenes zu verzichten, obwohl du weisst, das es falsch ist, was ist dann mit der Gottesfurcht als Grund? Willst du dir von Gott helfen lassen, oder nicht? Wenn du dich gerade nur deshalb so benimmst, wiel du nicht vor Seinem Thron stehst - warum trittst du dann nicht vor Seinen Thron und bittest deinen Gott um Beistand, Führung und Hilfe in deiner Not? Oft merken wir es sofort, wenn uns jemand unrecht tut, aber die selbstverschuldeten Nöte, in die wir uns hineinbringen, die sind uns oft garnicht klar oder erscheinen nicht so gross wie sie sind, weil wir die Augen unseres neuen Herzen verkümmern lassen haben und unser Geist dahin dämmert und unterfordert auf Erneuerung wartet ... wir es aber nicht zulassen. Vielleicht aus Bequemlichkeit? Angst vor Veränderung? Fehlender Ehrfurcht vor unserem Schöpfer? Jeder Tag an dem du leben darf, wurde von Ihm bereitet-, damit du Seinen Willen und die Beziehung zu Ihm suchst. Also horche genau in dich und bete um Einsicht, damit du erkennst, was dich gerade abhält, auf dem Weg Yeshua's weiter zu gehen!

Hat sich dein geschenktes neues Leben rückentwickelt?

"Achte darauf, wo du nachlässig geworden bist, wo du geistlich weniger interessiert bist als früher. Dann siehst du, dass du irgendwann am Anfang der Entwicklung einmal wusstest, dass du etwas tun solltest, aber es nicht getan hast. Du hast es unterlassen, weil es im Augenblick nicht notwendig zu sein schien. Aber jetzt fehlt dir die Einsicht und Urteilsvermögen und in Schwierigkeiten bist du geistlich unentschlossen, anstatt beherrscht zu sein. Es ist gefährlich, nicht weiter lernen und nicht mehr wissen zu wollen."
(Zitat: O. Chambers) 

"Wie ein Hund, der zurückkehrt zu seinem Gespei, so ist ein Tor, der seine Narrheit wiederholt."
(Spr 26,11)

Den Weg zu Gott verbaut?

Eines Tages hatte ich mal eine Unterredung mit einem jungen Mann über religiöse Themen. Ich zweifelte nie daran, dass er an Gottes Existenz glaubt, nur hinderte sein Lebensstil ihn daran, Gott zu gefallen. Die Geld- und Machtgier und das Ansehen bei anderen Menschen, umschlungen ihn so sehr, das er keine Hände frei hatte, um seinen Geist zu Gott zu erheben. Einmal war er ganz verlegen, als er sagte: "ich habe sogar vergessen, wie man betet". Es gab also auch andere Zeiten in seinem Leben, in denen er sich nach Gott ausstreckte. Mittlerweile ließ er sich aber so sehr von dem Weltlichen mitreißen, so dass er sich schämte und zu unwürdig fühlte, um vor Gott erscheinen zu können und ihn um Hilfe zu bitten. Er umschrieb seinen Zustand mit den Worten: "In mir sind zuviele Teufel...". Das hat mir sehr zu denken gegeben. Diesen Zustand kennen sicher aber einige von uns. Viele beginnen dann zu heucheln und nicht ehrlich von sich selbst zu reden; sich besser darzustellen. Das kann schnell passieren, wenn man sich schuldig fühlt. Dann erfindet man Gründe und Ausreden oder biegt sich die eigenen Sünden so zurecht, als hätte man einfach keine Wahl! Als ich in der arabischen Welt unterwegs war, habe ich oft ein Zitat gehört: "Du kannst Menschen täuschen - aber nicht Gott"! Wie wahr; und ich bin froh dass Er alles weiß und kennt - auch unsere Schwächen und Fehler! Wie gut das eine Seiner größten Eigenschaften die Barmherzigkeit ist -, sonst hätte Er Seinen Sohn nicht zu uns hinab in diese Welt gesandt und wir hätten keine Hoffnung!

„Gehorsam ist besser als Opfer (1. Sam 15:22)

"Wenn du selbst Gelgenheit schaffst, um dich aufzuopfern, dann spiegelst du Gehorsam vor, der nicht da ist, und dann hält man deinen Eifer und deine Begeisterung für Urteilsvermögen. Es ist leichter sich aufzuopfern, als die eigene geistliche Bestimmung zu erfüllen. Es ist viel besser, Gottes Willen zu erkennen und so seinen Plan zu erfüllen, als große aufopfernde Taten zu vollbringen. Erlaube dir nicht, das du berücksichtigen oder zu dem zurückzukehren, was du einmal warst, denn Gott will etwas aus dir machen, was du noch nie gewesen bist."
(Zitat: O. Chambers)

Wieviele Menschen tun Dinge, die aussehen, als würden sie aus wahrem Mitgefühl entspringen, doch sie tun es nur, um ihr Gewissen zu erleichtern! Wenn ein Ehepartner den anderen sehr gekränkt hat und dann einen riesigen Blumenstrauß kauft, oder eine Reise, Schmuck oder irgendetwas; sich nach dem gewesenen Vorfall aber im Wesen gar nicht verändert hat-, was bringt es dann? Wie schnell sind diese Opfer vergessen und wie wenig kann man sie genießen, wenn man ahnt, dass das Herz desjenigen gar nicht richtig dabei ist?! So geht es auch Gott mit uns, denn Er kennt die Herzen, Pläne, Absichten und Gefühle aller Menschen ganz genau. Geheuchelte Opfer missfallen Ihm sogar sehr. ("Alles was nicht aus Glauben ist, ist Sünde." Röm 14:23) 

Unser Vater im Himmel möchte uns durch Seinen heiligen Geist ein ganz neues Wesen geben, dass zwar weiterhin in dieser Welt lebt-, aber nicht mehr von dieser Welt ist, sondern seinem Reich schon jetzt angehört! HalleluYah.

Wie Sha'ul ("Paulus") sagte: "Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene."
(Röm 12: 1-3)


Amen und noch einen gesegneten Shabbat shalom 



Montag, 8. Mai 2017

Tag 159. Die Kraftquelle

Mein Äußerstes für sein Höchstes


Tag 159 behandelt im Buch die Andacht zum 7. Juni

Thema: Die Kraftquelle

"Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun ..." Joh 14:13

Mein Kommentar:

Das Zentrum unseres neuen Lebens

An dem Pfahl, an dem Yeshua der Messias verstarb, kommen wir nicht vorbei. Sein Sühnopfer ist nicht nur der Ausgangspunkt des Neuanfanges, wie wir es ergreifen durften, sondern sein stellvertretender Tod für unsere Schuld vor Gott muss in unserem Bewusstsein ständig als Mittelpunkt unseres Leben, wie es jetzt ist und sein wird, erkannt werden.

Sha'ul ("Paulus") erkannte das Yeshua's vollbrachtes Opfer in seiner Bedeutsamkeit Vorrang vor allem hat und so schrieb er der Gemeinde in Korinth:
"Als ich bei euch anlangte, habe ich euch nicht mit außerordentlicher Beredsamkeit oder Weisheit die vormals verborgene Wahrheit von Gott verkündet; denn ich hatte beschlossen, daß ich, solange ich bei euch war, nichts wissen zu wollen außer Yeshua den Messias, als einen, der am Pfahl hingerichtet wurde." (1. Kor 2:2)

Niemand, der als Nachfolger des Messias zum Verkündigen in die Welt gesandt wird, kann Menschen erfolgreich die Buße und die Sündenvergebung erläutern, ohne dabei auf das Leben und vor allem auf den Tod Yeshua's hinzuweisen. Das allein ist der dreh und angelpunkt des "von Neuem geboren werdens". Doch über die Taufe hinaus, und zwar bis zum erlösten Ende, muss uns Yeshua's qualvoller Tod vor Augen stehen. Wir kommen einfach nicht drum herum. Denn auch wenn unser Geist erneuert wird und die Gebote Gottes auf unsere Herzen geschrieben werden, so unterliegen wir oftmals noch unsem Fleisch, welches uns durch Begierden zur Sünde verleitet. Immer wieder müssen wir um Vergebung bitten, auch für Sünden, die uns gar nicht bewusst sind; hochmütige, unangemessene oder unreine Gedanken und Gefühle können auch den Bruchteil einer Sekunde ausmachen. Die einzige Zuversicht die wir haben, aus diesem elenden Zustand eines Tages völlig verwandelt zu werden, ist das Sühnopfer des Messias!

"was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun"


"Echte Fürbitte birgt keinerlei Gefahr der Täuschung oder des Stolzes. Sie ist Arbeit, die zwar niemand wahrnimmt, aber die Früchte trägt, an denen man sehen kann, wie groß unser Vater ist. Lass ich mein geistliches Leben ungenutzt vorbeigehen oder lebe ich zielgerichtet und bringe alles mit dem Mittelpunkt in Verbindung: dem Sühnopfer des Messias? Bestimmt Yeshua mehr und mehr alle meine Interessen? Wenn das Zentrum oder die stärkste Kraft in meinem Leben sein Sühnopfer ist, dann wird mein Leben auf allen Gebieten fruchtbar für ihn. Aber ich muss bereit sein, das Wesen dieses Kraftzentrums zu erkennen. "Wenn ihr in mir bleibt ..." - das heißt, wenn ihr stetig vom Mittelpunkt aus handelt, denkt und arbeitet - "werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren" (Joh 15, 7). Bleibe ich in ihm?"
(Auszug aus der thematisierten Andacht von Oswald Chambers)


Woran dein Herz hängt


Wenn man Menschen fragt, woraus sie Kraft schöpfen, dann hört man Antworten etwa: aus der Familie, Freunde, der Arbeit, Sport wie Yoga oder Meditation, manchmal hört man auch "aus dem Glauben". Wenn man uns, die wir jetzt Kinder Gottes sind, fragt, welche unsere Kraftquelle ist, dann dürfen all diese genannten Dinge nicht vorrangig sein. Diejenigen, die Yeshua dazu aufrief ihm nachzufolgen, als er noch hier auf der Erde wandelte, die mussten sogar ihre Arbeit stehen und liegen lassen, bereit sein den eigenen Besitz aufzugeben, oder konnten sich teilweise von Familienangehörigen nicht mehr verabschieden, um diese wertvolle Chance zu ergreifen. Er sagte: 
"Und wer überall verlassen hat Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Aecker um meines Namens willen, der wird vielmal mehr empfangen und ewiges Leben ererben." (Mt 19, 29) Wir können nicht wissen, was von uns gefordert wird, heute oder zukünftig, es hinter uns zu lassen, um dem Messias weiter nachfolgen zu können. Ich selbst habe kürzlich wieder gemerkt, wie Gott menschliche Beziehungen von mir löste, an die ich mein Herz zu sehr gehangen habe und die mich viel Kraft gekostet haben, ohne sichtbare Frucht zu tragen. Ich selbst schaffte es nicht davon zu lassen und so nahm Gott mir diese schwere Entscheidung ab, indem Er durch andere Umstände die Wegen auseinanderlaufen ließ. Zuerst war ich tieftraurig und schockiert und fühlte mich hilflos, aber dann zeigte mir der Geist, dass das nur die Erfüllung meiner Gebete war. Auch wenn ich einen anderen Ausgang erwartet hatte. 


 Das Beispiel eines Reichen  

In Mt 19:16-22 lesen wir von einer Unterredung zwischen Yeshua und einem reichen Mann:
"Und siehe, einer trat herbei und sprach zu ihm: Rabbi, was soll ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe? Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist der Gute. Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote! Er spricht zu ihm: Welche? Yeshua aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre den Vater und die Mutter; und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Der junge Mann spricht zu ihm: Alles dies habe ich befolgt. Was fehlt mir noch? Yeshua sprach zu ihm: Wenn du vollkommen sein willst, so geh hin, verkaufe deine Habe und gib den Erlös den Armen! Und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm, folge mir nach! Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Güter."


Oswald Chambers bekräftigte immer wieder in seinen Reden, dass die größte Kraft in meinem Leben von dem Sühnopfer des Messias ausgehen müsse; und das nicht das, wofür wir die meißte Zeit aufwenden (das kann auch der Predigtdienst sein) uns am stärksten prägt, sondern das, was die meißte Macht über uns hat. Das fordert eine ständige Entscheidung darüber, die eigenen Interessen konsequent vom Sühnöpfer Yeshua's durch den Pfahl bestimmen zu lassen. Niemand hat gesagt das es leicht wird ihm nachzufolgen! Gerade dann straucheln Menschen, wenn sie große Verluste hinnehmen sollen-, doch in Gottes Augen sind es gar keine Verluste und vor allem will Er es vielfach zurückerstatten (siehe Hiob).




"Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben des Messias, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden." (Röm 8:15-18)

Shalom

Samstag, 6. Mai 2017

Tag 158. Erarbeiten, was Gott tut

Mein Äußerstes für sein Höchstes


Tag 158 behandelt im Buch die Andacht zum 6. Juni

Thema: Erarbeiten, was Gott tut

"... bewirkt euer Heil ... denn Gott selbst ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Vollbringen" Phil 2:12-13

Mein Kommentar:


"Bewirke dein Heil" heißt: arbeite an dir!

Wenn wir direkt im Anschluss an diese Aufforderung lesen, dass Gott es ist, der das Wollen und das Bewirken in uns vollbringt, dann dürfen wir nicht im Umkehrschluss meinen, dass es Seine Schuld wäre, wenn wir nicht wollen; wenn wir nicht gehorchen und keine Früchte tragen! Sondern gehen wir einfach davon aus, das wenn Er dir bereits die geringste Kleinigkeit aus Seinem Wort geoffenbart hat, Er auch möchte, das du darin voran schreitest und deine Erkenntnis und die guten Taten in deinem Leben sich mehren. Möchte Er uns denn nicht Seinem Sohn immer ähnlicher machen? Gewiss:

"Lasst uns aber rechtschaffen sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus" (Eph 4:15)

Gott drängt uns Seinen Willen nicht auf-, Er gab uns den freien Willen, damit wir frei entscheiden können, wem wir dienen wollen. Daher müssen wir an uns arbeiten und den guten Kampf kämpfen, den Lauf vollenden, wie Sha'ul ("Paulus") sagte. Wenn wir bereit sind uns von Gott beraten zu lassen und Ihm zu gehorchen, dann spüren wir schnell, wie Er uns durch Seinen Geist leitet, verändert und Kraft gibt, so zu sein, wie wir es vorher gar nicht sein konnten!

"Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach." (Mt 26:41)

"Dein Wille stimmt mit Gott überein, aber dein natürliches Wesen nimmt dir die Kraft zu tun, was du als richtig erkennst. Vielleicht sagst du nun: "Ich weiß gar nicht, ob mein Wille mit Gott in Einklang ist." ... Was dich reizt zu sagen: "Ich will nicht gehorchen", das ist nicht so tiefgreifend und eindringlich wie dein Wille. Das ist launenhaft oder eigensinnig und das ist nie im Einklang mit Gott. Was das Wesen eines Menschen im Tiefsten bestimmt, ist nicht die Sünde sondern sein Wille. Der Wille ist das Wesentlichste, das Gott im Menschen geschaffen hat. Die Sünde ist etwas Verkehrtes, das in die Menschen eingedrungen ist. Wenn jemand neu geworden ist, dann ist die Quelle seines Willens der allmächtige Gott." 
(Auszug aus der thematisierten Andacht von Oswald Chambers) 

"Nimm diesen Kelch von mir"

In Lukas 22:42 lesen wir, das Yeshua betete und sprach:  
"Vater, willst du, so nehme diesen Kelch von mir, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!" Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.

Auch Yeshua, da er ganz und gar Mensch geworden ist, so wie wir, fand sich innerhalb der menschlichen Schwäche und Kraftlosigkeit wieder. Doch er tat das Entscheidene: er stellte den Willen des Vaters über den eigenen Willen. Er ließ nicht zu, das Eigensinn ihn von Weg abbringen konnte. Er betete aufrichtig, wiederholt und inständig zum Vater. Und wir lesen, das der Vater ihn auch in dieser schweren Lage nicht alleine ließ, sondern ihn durch einen Engel stärkte! HalleluYah - Gott ist so gut! Er gab Yeshua die Kraft den Willen Gottes bis zum Ende auszuführen. Ohne Gott wäre all das einfach nicht möglich; vor allem für uns nicht! Allein geht es nicht. Aber wir müssen die Gaben, die Gott uns schenkt auch benutzen: beten, in Seinem Wort lesen, tätig werden! Dann wird Er uns dabei begleiten und uns führen. Wir wollen nur in solchen Momenten nicht gehorchen, wenn uns eine andere Option in dem Augenblick besser erscheint-, aber wenn wir dann trotzig diesen anderen Weg einschlagen und darauf stolpern und fallen, dann sehen wir im Nachhinein immer, das Gottes Wille die bessere Entscheidung ist!

Erkennen und handeln

"Du musst sehr sorgfältig und aufmerksam an dir arbeiten, um in der Praxis zu verwirklichen, was Gott in deinem Wesen geschaffen hat. Es geht nicht darum, "deine Rettung zu erarbeiten" oder zu verdienen, sondern sie zur Wirkung zu bringen, damit an dir sichtbar wird, wie ein Leben aussieht, das in vollkommenem unerschütterlichen Glauben auf der Rettung beruht, die Gott dir schon ganz ohne Einschränkung geschenkt hat. ... Eigensinn dagegen ist dumm und hindert dich, er will keine Einsicht annehmen und steht damit neuer Einsicht im Weg. Dieses Hindernis kann man nur "mit Dynamit sprengen" und das Dynamit ist Gehorsam zum Heiligen Geist." 
(Zitat: O. Chambers)

Durch den Geist Gottes wirst du immer mehr dahin verändert werden, zu lieben was Gott liebt, tun zu wollen, was Er für dich vorgesehen hat und deinen Willen Seinem anzupassen. Das wird dann alle Lebensbereiche und Entscheidungen betreffen. Du musst dir dann auch keine ständigen Gedanken mehr darum machen, was nun das Richtige ist-, denn du wirst es spüren!


Shabbat Shalom

Freitag, 5. Mai 2017

Tag 157. Gottes Zusage

Mein Äußerstes für sein Höchstes


Tag 157 behandelt im Buch die Andacht zum 5. Juni

Thema: Gottes Zusage

"Denn der Herr hat gesagt ... So können auch wir getrost sagen ..." Hebr 13:5-6

Mein Kommentar:

Gedanken sind keine Fakten-, aber Gottes Zusagen schon!

Wie oft waren wir über den Ausgang einer Sache zutiefst besorgt und am Ende traf es gar nicht so ein? Sorgen sind auch nur Gedanken und Gedanken sind solange nicht wahr, bis sie wirklich real geworden sind. Die Stimme der Angst gehört auch dazu. Wenn du auf sie hörst, kommst du aber nicht voran. Doch Gott will deine Freiheit, von allem was dich irgendwie noch beherrscht.

"Meine Sicherheit muss auf der Zusicherung beruhen, die Gott mir gibt. Gott sagt mir: "Ich will dich nicht verlassen", deshalb kann ich getrost sagen: "Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten". 
(Zitat: Oswald Chambers)

Vom Ringen mit der menschlichen Schwäche
 
In Psalm 23 heißt es noch ausführlicher: Er wird mich führen, mir wird nichts mangeln ... ich werde in seinem Haus allezeit bleiben! Eigentlich wissen wir, das wir uns mit dem lebendigen, allmächtigen Gott, dem Vater der uns liebt, nicht fürchten müssen. Ängste und Sorgen sollen über uns nicht herrschen-, sondern das Vertrauen zu Ihm soll uns leiten. Und dennoch geraten wir hin und wieder in die Versuchung uns zu fürchten. Wenn das geschieht müssen wir uns ganz ernstlich an Gottes Zusagen erinnern. Es hilft dabei auch, sich an die Begebenheiten zu erinnern, aus denen Gott uns herausgezogen hat und wie Er unseren Weg bis heute gebahnt hat. Obwohl wir natürlicherweise schwach und wiederspenstig sind, hällt Gott an uns fest. Wir sollen ganz im Geist, im Licht, in Wahrheit wandeln, und doch holt unser Eigensinn, unser Fleisch uns immer wieder mal ein. Nicht umsonst sprach Sha'ul ("Paulus") von einem Kampf gegen die finsteren Mächte. (Eph 6:12) Und das betrifft uns alle. Aber müssen wir deshalb verzweifeln? Gott möchte uns begleiten und uns Mut zusprechen:

"Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist YHWH, dein Gott, wo immer du gehst." (Jos 1,9)


 Sei stark ... mit Gottes Hilfe
 
Wenn "stark und mutig zu sein" ein Gebot ist, dann verfehle ich es leider oft ... auch ich habe mit diversen Ängsten zu tun (sogar mit einer Angststörung) und oft stelle ich mich diesen Ängsten nicht oder versuche irgendwie drum herum zu kommen, anstatt sie auszuhalten und dann schäme ich mich für mein Verhalten und meine Mutlosigkeit. Der ein oder andere wird sicher wissen, wovon ich spreche. Daher ist Mut etwas, um das es sich wirklich zu beten lohnt. Aber nicht nur zu Hause dafür beten, sondern in den entsprechenden angstmachenden Situationen auch prüfen, ob wir diesen Mut bereits empfangen haben, oder wenigstens ein Stück davon. Gott hat ja seinen eigenen Zeitplan und Geduld mit jedem von uns. Aber wenn es heißt, wir sollen ausharren bis ans Ende, dann wird es nicht zuviel verlangt sein. Er fordert nichts von uns, das wir nicht halten könnten; nur müssen wir unbedingt und widerstandslos einsehen, dass wir Gottes Mithilfe wirklich brauchen, um Seinen Willen überhaupt erkennen und tun zu können! Er selbst ist der Schlüssel zum ewigen Leben.

"Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." (1. Joh 5:3-4)

In scheinbarer Ausweglosigkeit Vertrauen beweisen!

Wenn dir kein Mensch weit und breit mehr helfen kann, sage zu dir selbst: "Aber gerade jetzt, in dieser scheinbar ausweglosen, unübersichtlichen Lage, ist "der Herr mein Helfer"! Egal, was für Unrecht oder Unglück uns bedroht, es kommt nicht darauf an, denn "der Herr hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen ...". Bete aufrichtig zum Vater und sage selbst wenn du Angst hast: "Ich will mich nicht fürchten". Er kennt unsere Schwächen ganz genau, aber Er möchte sie auch zur bestimmten Zeit verwandeln; und wenn wir bereits von Ängsten und unnützen Sorgen befreit sind, dann dürfen wir nicht vergessen Ihn dafür aus vollem Herzen zu danken und zu preisen. Denn alles, was Gott für uns tut, muss Er nicht tun. Er tut es aber weil Er uns liebt!


Shalom

Donnerstag, 4. Mai 2017

Tag 156. Gott verlässt uns nie

Mein Äußerstes für sein Höchstes


Tag 156 behandelt im Buch die Andacht zum 4. Juni

Thema: Gott verlässt uns nie

"Denn der Herr hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen" 
(Hebr 13:5)

Mein Kommentar:

Kein Grund zur Panik

"Welche Richtung nehmen meine Gedanken? Halte ich mich an das, was Gott sagt, oder an meine Ängste? Wiederhole ich einfach nur, was Gott sagt, oder lerne ich ihn wirklich zu hören und dann, wenn ich ihn gehört habe, zu antworten? "Denn der Herr hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen." Darum können wir sicher sagen: "Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?" (Hebr 13:5-6). Wenn Gott dir eine Zusage gibt kannst du davon ausgehen, dass sie sicher und zuverlässig ist."
(Auszug aus der thematisierten Andacht von Oswald Chambers) 

Viele Menschen leiden unter Ängsten, Sorgen, Depressionen, "Burn out", Mutlosigkeit; erstaunlicherweise oft dort, wo der "Wohlstand" grösser ist als anderswo. Aber Leistungsdruck und die Abhängigkeit von fremden Menschen in Firmen und Behörden können all das begünstigen. Wer in dieser Gesellschaft dann noch durch das Raster fällt und arbeitslos wird, ist häufiger krank und mit Vorurteilen behaftet-, das alles könnte einem jede Kraft und klare Sicht rauben! Oft fühlen sich Menschen einsam und verloren-, als haben sie keinen Platz in dieser Welt; das geht auch vielen Christen so! Wenn wir die Psalmen lesen, bekommen wir einen Einblick in die Seele eines Menschen, der der Verzweiflung wirklich nahe war, jedoch zu Gott sprach, flehte und rief. Die Psalmen entwickeln sich dann von dem Flehen eines gebrochenen Geistes hin zu einem wahren Lobgesang auf Gottes Güte und Herrlichkeit: Er hat seine Gebete erhört und ihm reiche Gnade gewährt. Gott weiss nicht nur was wir zu allen Zeiten tun, sondern viel wichtiger: wie wir uns dabei fühlen und woran es uns mangelt. Versuchen wir alles allein zu bewältigen, bis auch uns Ängste, Sorgen und Verzweiflung ergreifen? Oder kommen wir sofort zu unserem Helfer, wenn wir merken dass uns negative Gefühle und Gedanken kommen? ... Und in Zeiten, da es uns gut geht, beten wir dann in Dankbarkeit um Bewahrung des Herzens und der Seele? 

"Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht." (2. Tim 1:7)

"Ich will dich nicht verlassen"

"... auch nicht, wenn es Grund genug gäbe; auch nicht wegen meiner Sünde, meiner Selbstsucht, meines Eigensinns oder Trotzes. Habe ich das wirklich von Gott akzeptiert, dass Er mich nie verlassen will? Wenn ich diese Zusage nicht bewusst von Gott gehört habe, muss ich noch einmal genau hinhören." 
(Zitat: O.Chambers.)

Viele von uns denken oft, dass wir nicht gut genug sind, nicht würdig genug irgendetwas von Gott zu empfangen, dazu sage ich ein klares: Jein! Einerseits stimmt es - wir sind von uns aus nicht gut genug, wir sind oft schwach und fehlerhaft, töricht und kleingläubig. Wir wissen oft was wir tun sollen und tun dann doch das Gegenteil. Andererseits sind wir doch würdig vor Gott zu kommen-, warum? Wegen Yeshua dem Messias, dem Sohne Gottes, unseren Herrn! Sein Blut wäscht unsere Sündhaftigkeit ab und er wird uns in weissen Gewändern vor den Vater stellen - wir sind allein würdig durch Yeshua's vollbrachtes Opfer! Er ist das Opferlamm, dass zu unserer Rettung führt und uns neues Leben schenkt. Trotzdem laufen wir oft nicht rund und tun was wir gar nicht tun wollen, so wie Sha'ul ("Paulus") es in Röm 7:18-25 ausdrückte: 

"Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht. Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist. Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? - Ich danke Gott durch Yeshua den Messias, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde."
 
Dieser leidige Zustand, der Gott sei es gedankt, nicht ewig währt, kann uns Angst und Sorge bereiten und eine tiefe Zerrissenheit verursachen. Können wir in so einem Zustand etwa nicht vor den reinen, heiligen Gott treten? 
"Die rechten Schlachtopfer für Gott sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen!" (Ps 51:17)
Wenn wir also Angst haben, uns wieder in die Sünde zu verstricken und uns schlecht fühlen, weil wir Gottes Willen ignoriert haben oder andere Dinge, Menschen und Krankheiten uns die Kraft entziehen, dann sind das Bedenken die wir sorgenlos vor Gottes Thron ausbreiten dürfen: Er kann damit umgehen - Er kennt uns besser als wir selbst und wir haben Seine göttliche Zusagen!

"... ich will nicht von dir weichen"

"Manchmal sind es nicht die Schwierigkeiten, die mich auf den Gedanken bringen, Gott ließe mich allein - es ist die mühselige Plackerei des Alltags. Wenn kein größeres Problem zu bewältigen ist, aber auch keine große Sicht von Gott kommt, kein Wunder und nichts besonders Schönes,  nur die gewöhnliche Arbeit - höre ich Gottes Zusage auch dann? Wir meinen immer, Gott würde irgendwann etwas Außergewöhnliches tun - Er bereite uns auf eine besondere Arbeit in der Zukunft vor und rüste uns dafür aus. Aber wenn wir länger in Seiner Nähe leben, erkennen wir, dass Gott hier und jetzt, in diesem Augenblick sich verherrlicht. Wenn wir Gottes Zusage sicher haben, bekommen wir eine ganz erstaunliche Kraft und dann lernen wir zu singen und Ihn zu loben, auch im normalen Alltag."
(2. Auszug von O. Chambers)

Es ist schade, wenn es uns nicht "spektakulär" vorkommt, einen neuen Tag zu erleben; denn genau das ist es! Die Wunder Gottes? Sie sind allezeit hier und sichtbar - wir müssen nur lernen sie wieder wahrzunehmen und uns an ihnen zu freuen. Darum bitten wir Ihn, die Früchte Seines heiligen Geistes ernten zu dürfen, die da sind: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. (Gal 5:22)


Shalom!

Mittwoch, 3. Mai 2017

Tag 155. Vertraut mit Gott

Mein Äußerstes für sein Höchstes


Tag 155 behandelt im Buch die Andacht zum 3. Juni

Thema: Vertraut mit Gott

"YHWH zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten" Psalm 25:14

Mein Kommentar:


Ein wahrer Freund!

"Woran erkennst du einen Freund? Daran, dass er dir seine geheimen Leiden anvertraut? Nein, daran, dass er dir seine geheimen Freuden erzählt. Viele Menschen vertrauen uns ihren geheimen Kummer an, aber das höchste Zeichen inniger Freundschaft ist, dass dir jemand anvertraut, was ihn im Geheimen freut", sagte der Prediger Oswald Chambers. Da fällt mir das Beispiel ein, wenn man einen geliebten Menschen beschenken möchte und sich Gedanken macht und das passende Geschenk sucht und findet; und der darauf folgende Augenblick, wenn der Freund das Geschenk voller Staunen öffnet und sich denkt: "Daran hat er gedacht? Das mir das gefällt hat er nach so langer Zeit nicht vergessen? Er kennt mich wirklich gut!" Wenn es um die inneren geheimen Freuden geht, ist das völlig richtig geschlussfolgert -, denn diese Freuden teilen wir nicht mit jedem! Was sagte unser Rabbi (Lehrmeister) Yeshua zu diesem Thema, was wir heute durchgehen möchten? Lesen wir es in Joh 15:15 nach:

"Ich nenne euch nicht mehr Knechte, weil der Knecht nicht weiß, was sein Herr tut; vielmehr nenne ich euch Freunde, weil ich euch alles, was ich von meinem Vater gehört, kundgetan habe."

Ah! Welche Erkenntnis darin steckt... Dadurch, dass Yeshua's Nachfolger nicht länger im Ungewissen darüber sind, was Gott möchte und plant-, sind sie plötzlich so sehr mit Yeshua verbunden, dass er sie als seine Freunde bezeichnet! Er kam um den Willen des Vaters hier auf der Erde zu tun, zu verkündigen und Verkündiger zu berufen und in die Welt zu senden. Wenn wir seinem vorbildlichen Leben folgen und begehren darin mit ihm eins zu werden, als der Leib des Messias auf der Erde, dann ist Yeshua unser Rabbi, Herr, Bruder und auch Freund! In dem Band der Liebe werden wir miteinander versammelt und unsere Vertrautheit mit ihm und dem Vater werden immer inniger werden!


Gottes Freuden kennen lernen!


"Haben wir Gott schon einmal zu uns sprechen lassen über das, was Ihn freut? Oder erzählen wir Gott ununterbrochen unsere Geheimnisse und lassen ihm keine Zeit zum Reden? Am Anfang unseres Lebens als Christen sind wir voll mit Bitten, die wir Gott vortragen. Aber dann sehen wir, dass Gott uns in eine innige Beziehung zu sich selbst führen will - Er will uns mit seinen Plänen vertraut machen. Sind wir mit Yeshua bereits so innig verbunden, dass wir auch seine Einstellung zum Gebet ("Dein Wille geschehe" Mt 6:10) haben und wir so Gottes Geheimnisse verstehen? Was uns mit Gott so eng zusammenschließt, das sind nicht so sehr seine grossen Geschenke an uns, sondern die kleinen, unauffälligen Dinge, denn sie zeigen, wie erstaunlich eng Er sich mit uns verbunden hat: Er kennt auch die kleinste Einzelheit unseres Lebens."

Ich finde es beinahe erstaunlicher zu wissen, dass Gott mein täglicher Versorger ist, mit natürlicher und geistiger Speise, mit Kleidung und Herberge; als die grossen einschneidenen Errettungsmomente in meinem Leben-, die ebenfalls unsagbar schön sind! Aber auf dem Weg zu gehen und zu wissen, dass die Vögel nur deshalb so schön singen, weil Gott gefallen daran hat und jedes Blatt und jeder Lichtstrahl aus Seinen Händen geschaffen worden sind; das ist genauso wunderbar! So ist es im Übrigen auch in einer menschlichen Liebesbeziehung. Die scheinbaren Kleinigkeiten im Alltag machen den Unterschied-, nicht die großen Liebesbeweise und dazwischen dann wieder gar nichts?! Nein, so wie Gott uns täglich liebt, sollen wir auch Ihn in allen Situationen lieben und das können wir, indem wir nach Seinem Willen fragen - damit Er Gefallen haben kann, an unserem Leben!


Die Freude an der Sündenvergebung

Yeshua sagte: "So wird Freude im Himmel über einen Sünder sein, der zu Gott umkehrt und sein Leben ändert, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr brauchen". (Lk 15:7) 

Unser Gott ist im Himmel und Yeshua sitzt zu seiner Rechten-, auch sie werden sich besonders freuen mit den Engeln, über jeden der den Weg der Wahrheit einschlägt. Auf Vergebung sind alle Menschen angewiesen; so sollen auch wir allen vergeben, die je schuldig an uns geworden sind-, egal ob Glaubensgeschwister, Freunde oder Feinde! (Lk 11:4 + Mt 18:21-22 + Lk 23:34)
Wenn Gott vergibt und die Strafe abwendet, ist das ein wahrer Grund zur Freude. Als Teil Israels dürfen wir dankbar und zuversichtlich sein-, vor allem bei diesem wunderbaren Vers:

"YHWH, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken." (Zefanja 3:17)


Gottvertrauen und die daraus resultierende Gottergebenheit
wünsche ich Euch allen von Herzen!
Shalom!

Montag, 1. Mai 2017

Tag 154. Bist du von etwas "besessen"?

Mein Äußerstes für sein Höchstes


Tag 154 behandelt im Buch die Andacht zum 2. Juni

Thema: Bist du von etwas "besessen"?

"Wer ist nun der Mann, der YHWH fürchtet?" Ps 25:12

Mein Kommentar:

Worüber Sha'ul weinte

In dem Brief an die Gemeinde in Philippi, schrieb Sha'ul ("Paulus") unter Tränen, von Menschen, die
sich selbst durch ihr Sinnen, zu Feinden des Pfahles gemacht haben:

"Seid zusammen meine Nachahmer, Brüder, und seht hin auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, daß sie die Feinde des Pfahles des Messias sind: deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch, und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen. Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Yeshua den Messias als Heiland erwarten, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit seinem Leibe der Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen." (Philipper 3:17-21)


"Bist Du von etwas besessen?"

Nun antworten wohl die meisten von uns auf die Frage "bist du von etwas besessen?" mit: "Nein, ganz sicher nicht ... oder nicht das ich wüsste"; und ja, vielleicht wissen wir es oft auch gar nicht. Das ist ja die Gefahr. Darum sind Einsicht, Weisheit und Erkenntnis auch so wichtige Gaben, um die es sich ständig zu bitten lohnt. In Sprüche 2:6-7 lesen wir: YHWH gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand. Er läßt's den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen", und auch darum erklärte uns Sha'ul: "durch die Torah kommt Erkenntnis der Sünde." (Röm 3:20) Weil wir ohne Gottes offenbartes Wort gar nicht wüssten, worin wir überall gegen Seinen Willen sündigen-, darum hat er uns Seinen Willen kundgetan und uns den freien Willen gegeben, in Seinen Geboten zu wandeln, oder weiterhin irdisch, fleischlich gesinnt zu bleiben und dabei auf die Beziehung zu dem Vater durch den versöhnenden Opfertod Yeshua's zu verzichten!

Gott selbst muss uns bewusst sein-, nicht nur unsere Gedanken über Ihn

"Unser ganzes  äußeres und inneres Leben soll völlig davon bestimmt sein, dass Gott hier ist. Das Bewusstsein eines Kindes wird ganz von seiner Mutter bestimmt, auch wenn es gerade nicht an sie denkt, und wenn ein Problem auftaucht, fällt ihm zuerst die Mutter ein; die Beziehung zu ihr trägt. Genau so sollen wir in Gott leben, weben und sein (s. Apg 17,28) und alles in Verbindung mit Ihm sehen, weil Er unser Bewusstsein und von daher unser Leben ständig bestimmt."
(Zitat: Oswald Chambers)

Yeshua lebt in mir-, er soll durch Gottes Geist mein ganzes Leben beherrschen!

"Nicht mehr lebe ich, sondern der Messias lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat." (Gal 2:20)

Durch Yeshua dürfen wir freimütig vor dem Vater knien und in Einklang seines Willens um alles bitten, was uns auf dem Herzen liegt. Immer wieder liest man in der Bibel, dass Gott besonders auf die achtet und erhört, welche Seinen Willen suchen und sich Seiner Führung gehorsam unterstellen. Wenn wir so mit Ihm verbunden sind (und nein, unser Leben wird deshalb noch nicht perfekt sein-, das Vollkommene steht uns noch bevor), ... aber müssen wir bis dahin um irgendetwas Angst und Sorge tragen? Nicht, wenn wir uns von Gottes Geist beherrschen lassen und jedes Mal, wenn wir spüren, dass unsere fleischliche Schwachheit es wieder nicht zulassen möchte, dann müssen wir darum zum Vater von ganzem Herzen flehen-, es wird Ihm eine Freude sein uns zu segnen, wenn wir Seinen kräftigen, weisen Geist begehren. Wenn Gott uns durch Yeshua und Seinen Geist die Kindschaft ermöglicht und uns besitzt, dann ist das ein wirksamer Schutz gegen die Angriffe des Feindes-, darum muss uns ständig und überall, an allen Orten und in allen Lagen, bewusst sein, dass Gott mit uns ist!

"Wir bringen uns so oft selbst um dieses Wunder der dauernden Gemeinschaft mit Gott, die Er uns doch persönlich anbietet. "Gott ist unsere Zuversicht ..." (Ps 46, 2). Nichts kann Seinen Schutzschild durchbrechen!"
(Zitat: O. Chambers)
Die Kennzeichen der Kinder Gottes

"Diese Zeichen aber werden denen folgen, welche glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, wenn sie Schlangen anfassen oder wenn sie etwas Tödliches trinken, so wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber gingen aus und predigten überall, indem der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauf folgenden Zeichen."
(Mk 16:17-20)



Ein herzliches Shalom!